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I.
IM MITTELPUNKT: KRANKE |
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Mein Vater - Coming Home Poster
zu "Mein Vater - Coming Home" Drama
Deutschland
2003, ca. 89 min. FSK: ab 12
mit Götz
George, Klaus J. Behrendt, Ulrike Krumbiegel, Sergej Moya, Christine
Schorn
Eine
glückliche junge Familie mit zwei Kindern hat sich soeben einen Traum
erfüllt und ist in das eigene Reihenhaus eingezogen. Die
Renovierungsarbeiten sind noch nicht abgeschlossen, als sie erfahren,
dass der Vater des Mannes einen Schwächeanfall erlitten hat. Aus Mitleid
und Zuneigung entscheiden sie sich spontan, den Opa zu sich zu nehmen.
Der alte Mann Richard (Götz George) leidet an einer irreversiblen
Demenz, deren Ursache die Alzheimer-Krankheit ist. Sein Zustand
verschlechtert sich Tag für Tag und dramatischer als alle erwarten. Als
der Opa schließlich eine Bedrohung für das Haus und die Familie
darstellt, hält die Ehefrau Anja die Situation nicht mehr aus; sie zieht
zu ihrer Mutter. Schließlich ist Jochen allein mit seinem Sohn und mit
dem alten Vater. Jochen opfert ihn seine ganze Zeit. Eines abends
verlässt Richard mit dem Einverständnis seines Sohnes das Haus; sein
Ende ist ungewiss... |
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LORENZOS ÖL ( USA
1992)
(135 min.)
Kampf
gegen das Schicksal
Die spannendsten
und bewegendsten Geschichten sind vielleicht diejenigen, die wirklich
passiert sind. Denn während man bei erfundenen Drehbüchern oft schon
erahnen kann, was passiert und vor allem, wie es ausgeht, ist man hier
vor keiner Überraschung sicher.
"Lorenzos Öl" (USA 1992) ist eine solche Geschichte. Sie
kreist um Lorenzo Odone, einen fröhlichen Jungen aus Amerika. Eines
Tages bricht bei ihm eine seltene Krankheit aus: Adrenoleukodystrophie,
kurz ALD. Für die Ärzte steht fest: Lorenzo hat einen grausamen
Leidensweg vor sich. Und am Ende steht unausweichlich der Tod. Denn die
Krankheit ist kaum erforscht und gilt als unheilbar.
Aber Lorenzos
Eltern wollen sich damit nicht abfinden. Die Liebe zu ihrem Kind ist
stärker als jede Vernunft. Und sie nehmen einen beispiellosen Kampf
gegen die Krankheit und gegen die Zeit auf.
Eins steht fest:
"Lorenzos Öl" ist keine leicht verdauliche Kost. Denn man sieht Menschen
kämpfen und leiden, die es wirklich gibt. Und das lässt einen nicht
gleichgültig.
Lorenzos Eltern
vergraben sich aber nicht in ihrem Schmerz, im Gegenteil: Diese
schwierige Situation lässt ihre Liebe zu Lorenzo unglaublich wachsen.
Sie werden zu echten Helden, die ihr ganzes Leben für ihr Kind
einsetzen. Besonders die Mutter: Wo jeder „vernünftige“ Mensch an sich
selbst und an sein Leben denken würde, hält sie unbeirrt und um jeden
Preis zu Lorenzo. Herausragend Susan Sarandon in der Rolle der Mutter:
Man hat stellenweise den Eindruck, dass Lorenzo wirklich ihr eigener
Sohn ist. Nick Nolte als Vater ist ihr ein ebenbürtiger Partner. Die
Darstellung ihrer Beziehung zählt zu den schönsten Seiten des Films:
Immer wieder reißen sie sich gegenseitig aus der Verzweiflung heraus.
Und verstehen so, welchen Schritt sie als Nächstes tun müssen.
Auseinandersetzungen und auch Streit gibt es während der 130 min. aber
trotzdem. Alles andere wäre in einer so angespannten Situation auch
unrealistisch. Der Film wird aber nie schwarz-weiß: Es fehlt der
klassische Böse. Jedem der Hauptbeteiligten kann man glauben, dass er
seinem Gewissen folgt. „Lorenzos Öl“ kommt deswegen ohne die
Verherrlichungen und Verteufelungen vieler anderer Filme aus.
An einigen Stellen
verliert man schon mal den medizinischen Überblick. Da ist von Myelin,
C24- und C26-Atomen und Enzymketten die Rede. Ein Genuss für
Biologie-Freaks. Wer nicht immer mitkommt, tröste sich: Man versteht den
Film auch so ohne Mühe.
Von Lorenzo selbst
war bis jetzt kaum die Rede. Obwohl er doch die Hauptperson ist. Aber
das entspricht dem Film und der Wirklichkeit: Kranke drängen sich nicht
auf. Und manchmal können sie einfach nur leiden. Und warten. Worauf? Auf
Menschen mit dem richtigen Blick. Mit Augen, die auch durch einen
zerstörten Körper hindurch in ein Herz schauen können.
„Lorenzos Öl“ macht
Mut. Mut, sein Leben und das der anderen nicht aus der Hand zu geben.
Auch wenn manchmal vieles dagegen spricht.
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DER
DOKTOR – EIN GEWÖHNLICHER PATIENT (USA 1991)
Länge: 125 min.
Ein erfolgreicher
Chirurg, dem Höchstleistung alles und menschliches Mitgefühl nichts
bedeutet, wird selbst zum Patienten und sieht sich mit Hilflosigkeit und
Todesangst konfrontiert. Ein weitgehend unsentimental aufbereiteter
Appell für mehr Menschlichkeit und Verantwortung, einfühlsam und nicht
ohne geschickte komödiantische Untertöne inszeniert und hervorragend
gespielt. Die sorgfältig ausgearbeiteten Frauenrollen verleihen dem Film
besonderes Gewicht. - Sehenswert ab 16.
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MARVINS TÖCHTER (USA 1996)
Länge: 98
min.
Darsteller: Leonardo Di Caprio, Meryl Streep, Robert De Niro, Diane
Keaton
Das angespannte
Verhältnis zweier Schwestern, die sich auf Grund der Leukämie-Erkrankung
der einen nach 20 Jahren wiedersehen, entkrampft sich nur allmählich.
Mittendrin steht der verhaltensgestörte Sohn der anderen, der bei seiner
Tante Wärme und Anerkennung und die Möglichkeit findet, sich auch der
Mutter zu öffnen. Ein kammerspielartig entwickelter Film, der seinen
Schauspielern die Chance bietet, alle Register ihres Könnens zu ziehen.
Trotz der ernsten Themen ist er voller Humor und zeigt auf, dass
Hoffnung immer möglich ist. |
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II. IM MITTELPUNKT: BEHINDERTE |
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KROKO (Deutschland 2003)
Kann ebenfalls in
der Bibliothek bzw. bei Frau Brodeck entliehen werden!
Länge: 96 min.
Eine 16-Jährige,
führendes Mitglied einer Jugendbande im Berliner Randbezirk Wedding,
muss ausgerechnet in einer Wohngemeinschaft für geistig und körperlich
Behinderte eine Sozialstrafe ableisten und gerät damit in eine bis dahin
völlig ausgeblendete Wirklichkeit.
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DANCER IN THE DARK (Dänemark/Schweden/Finnland
2000)
Länge: 140 min.
Musik und
Hauptrolle: Björk
Eine junge
Fabrikarbeiterin, die aufgrund einer Erbkrankheit ihr Augenlicht
verliert, spart ihr Geld, um ihrem Sohn durch eine Augenoperation
dasselbe Schicksal zu ersparen. Als bei einem Streit ein Freund sein
Leben verliert, wird sie unter Mordanklage gestellt und zum Tode
verurteilt, weil sie sich weigert, ein Schweigegelübde zu brechen und
ihre Ersparnisse für den Anwalt eines Berufungsverfahrens auszugeben.
Eine lückenlos durchbuchstabierte Kombination aus Musical und Melodram,
die sich beiden Genres als Hommage und Kritik zugleich verpflichtet
fühlt. Dramaturgisch ausgefeilt, in der Hauptrolle herausragend
gespielt, erzählt der Film sowohl von bedingungsloser Mutterliebe als
auch von den sozialen und politischen Gegebenheiten in den USA zu Beginn
der 60er-Jahre. Dabei bedient er sich virtuos unterschiedlicher
kameratechnischer Mittel, um die Handlungsebenen voneinander
abzugrenzen.
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JENSEITS DER
STILLE (Deutschland 1996)
Länge: 112 min.
Regie: Caroline
Link
Geschichte einer jungen Frau, deren Eltern taubstumm sind
und die in einen Konflikt mit ihrem Vater gerät, als sie Musikerin
werden will. Kinodebüt der späteren Oscar-Gewinnerin Caroline Link
(„Nirgendwo in Afrika“). Der Film überzeugt sowohl als sensible
Gestaltung der Probleme von Behinderten als auch in seiner universalen
Thematik des Selbstfindungsprozesses einer jungen Frau und dem Plädoyer
für Verständnis und Offenheit gegenüber unvereinbar scheinenden
Erfahrungswelten.
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RAINMAN (USA 1988)
Länge:
128 min.
Darsteller: Tom
Cruise, Dustin Hoffman
Ein junger, vor dem
Ruin stehender Autohändler erfährt beim Tode seines Vaters von der
Existenz eines autistisch behinderten Bruders. Um an die Erbschaft zu
kommen, entführt er ihn aus dem Heim, in dem der Bruder bisher gelebt
hat. Vor allem die Figur des Behinderten wird dank einer ebenso
sensiblen wie verblüffenden Darstellung durch Dustin Hoffman, in
tragischen und komischen Situationen menschliches Interesse und
Anteilnahme wecken...mehr
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III. IM MITTELPUNKT: ALTE |
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MISS
DAISY UND IHR CHAUFFEUR (USA 1989)
Länge: 95 min.
Darsteller: Morgan
Freeman, Dan Aykroyd
Die wohlhabende
72-jährige Daisy Werthan, eine Frau jüdisch-deutscher Abstammung aus
Atlanta, stellt den schwarzen Chauffeur Hoke an, der auch bereits über
60 Jahre alt ist. Der Film beschreibt den Zeitraum der folgenden 25
Jahre. Aus dem Dienstverhältnis entwickelt sich langsam eine
Freundschaft. Die ganz private Geschichte zweier Menschen
unterschiedlichen Charakters, die miteinander alt werden, wird auf
anrührende Weise erzählt. Nach einem Bühnenstück von Alfred Uhry.
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HAROLD AND MAUDE (USA 1971)
Länge:
88 min.
Harolds Vorlieben
und Hobbies sind eher morbider Natur: immer wieder zelebriert er seinen
Selbstmord (in allen erdenklichen Spielarten), am liebsten besucht er
Beerdigungen, und seine Traumautos sind Leichenwagen. Ein völlig neues
Lebensgefühl begegnet dem 20jährigen erst mit der schrulligen Maude.
Schnell werden die beiden ein Paar, auch wenn es da einen kleinen
Altersunterschied geben mag... - Maude ist 78!
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