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Andrej Ruch's letter from Brasil |
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Tach Deutschland! 17 Sep 2003 Erstmal Endschuldiging dafuer, dass ich so lange nix von mir hoeren lassen habe! Das mit dem Internet ist doch etwas komplizierter und gepart mit meiner bekanntlich grenzenlosen Faulheit eine absolut toedliche Mischung :-) Ich werde jetzt aber mal versuchen, euch ein paar eindruecke von BRASILIEN zu schildern. Im Moment ist hier Winter, aber auf der Schwelle zum Fruehling. Langsam wird es waermer es ist aber zumindest im Moment noetig, Pullover und Jacke zu tragen. Dass mit dem Wetter ist hier sowieso so eine Sache, lezte Woche haben wir am Pool gelegen, weil es so warm war, und die letzten Tage ist es schweine kalt. Meine Stadt ist Santo Antonio da Platina, im Bundesstaat Paraná. Das ist ne eher kleine Stadt, aber hier ist trotzdem einiges los. Alle Leute haben mich super freundlich aufgenommen und kuemmern sich einfach super um mich. Mit mir ist noch ein anderer Austauschschueler aus Mexico hier (Miguel), und der ist einfach super klasse drauf hehehe; Wir bauen ziemlich viel scheiss, das ganze hat aber auch einen praktischen nutzen, denn der gute Mann kann nach seinen vier Wochen hier schon portugiesisch :-) Insgesamt laeuft es hier richtig gut, ich fange an die ersten Sachen zu verstehen und ich habe meinen ersten kleinen Satz gesagt. Das war vielleich ein Effekt! Alle haben mich ganz verdutzt angesehen und dann ging das so in der Art los wie bei einem kleinen Baby, dass zum ersten mal "Mama" sagt: Ooohh, du hast was gesagt!! Wie suess, sach nochmal was,........ Mitlerweile bin ich hier so bekannt wie ein bunter Hund! Wenn ich in Santo Antonio ueber die Strasse gehe rufen die Leute "Amarelo" (gelb) und solche Sachen hinter mir her. Sehr witzig aber nach ner Zeit auch laestig. Manchmal komme ich mir vor, wie im Zoo, wenn alle Leute mch anstarren, weil ich so anders aussehe. Vor allem die weiblichen Mitbuerger scheinen auf die Mischung blonde Haare und blaue Augen zu stehen. Das ist hier absolut die Ausnahme, was dazu fuehrt, dass ich seit dem ersten Tag meiner Ankunft immer mehr und mehr vor allem spontane Heiratsantraege bekomme, und das aus ALLEN Altersklassen. Ich kann aber jetzt aus eigener Erfahrung sagen, dass die brasilianischen Maedchen nicht schoener sind als die deutschen, dafuer aber um einiges williger hehehehe. So weit ich das bisher beurteilen kann, ist das hier aber auch durchweg Thema: Beim Essen mit der Familie sprechen die ueber Sachen, bei denen ich schon rot werden wuerde, wenn mir nur der Gedanke kaeme. |
World Gazetteer: Santo Antônio da Platina Paraná, population 2003: 34.600 |
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Was Schule hier angeht ist hier nicht so viel los. Das liegt aber nicht nur daran, dass ich noch nichts verstehe und sowieso nur rumsitze, sondern auch, weil hier alles absolut locker ablaeuft. Die Leute stehen auf und verlassen den Klassenraum wie es ihnen gerade passt, hoeren Musik (waere nix dabei, wenn die Musik nicht bei voller Lautstaerke aus den PC Boxen ertoenen wuerde). Aber das schaerfste war, als einer seine Pornosammlun am Computer praesentierte.Man bedenke dabei: Colégio Casucha ist eine private Schule, fuer die die Eltern eine Menge Geld blechen und wo eigentlich nur die Elite sitzen sollte. *Wunderbar*. Woran ich mich immer noch nicht gewoehnen kann sind die Palmen ueberall. Das ist soooo geil! Ich kann es mir nicht erklaeren, aber allein der Anblick ruft bei mir schon eine absolut entspannte Stimmung auf. Meine Gastfamilien sind einfac klasse! Alle wohnen auf einer Strasse und stehen mehr oder weniger in Kontakt miteinander. Das Haus, in dem ich jetzt wohne ist schon fuer deutsche Verhaeltnisse der reinste Palast. Ein riesen Wohnzimmer mit Heimkino, 3 Angestellt (ich muss nicht mal mein ZImmer selber aufraeumen), ein Klavier (!!!!). Ich fuehle mich eigentlich rundum wohl, wenn da nicht das schlechte Gewissen waere hehehe! Bisher ist es aber gar nicht so anders als in Deutschland. Zumindest bei den Leuten, mit denen ich im Moment zu tun habe. Aber ein unterschied ist grawierend.Vor zwei Wochen habe ich mit einem Bekannten die Favelas besucht. Leute, sowas habt ihr noch NIE gesehen. Die Menschen haben wirklich gar nichts! Es ist schwer diesen Eindruck zu schildern, es ruft mir aber wieder in Erinnerung, wie gut es uns geht. In naechster Zeit werde ich mal versuchen eine Moeglichkeit zu finden, euch ein paar Bilder und Filmchen zukommen zu lassen. Ich hab schon fleissig geknipst und es sind coole Sachen dabei rausgekommen. Soweit kann ich euch berichten.Wie ihr seht: Mir geht es gut, und ich habe einen riesen Spass. Ich wuerde mich aber ueber jede Nachricht aus der Heimat freuen. Vergesst mich nicht, ich hab euch alle lieb! Euer Andrej. |
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CONTINUUM/TRANSFORMATION, c 1992, Public Plaza, Santo Antonio da Platina, Parana, Brazil; Partners of the Americas Cultural Exchange Program. |
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South RegionBlond children with blue eyes and a strong regional accent make you wonder: Am I really in Brazil? This is the south. Since it was colonized mainly by German, Italian, and Polish immigrants, the facial features and cultural preferences of this region's inhabitants create a markedly European atmosphere. In the state of Paraná, besides the city of Curitiba, a model in urban planning and lifestyle, you will be enamored by the Iguassu Falls, one of the largest waterfalls in the world. In the state of Santa Catarina, you will witness the industrial progress and savor the regional delicacies of the Itajaí Valley's cuisine. In Florianópolis, on Santa Catarina Island and along the entire coastline, the beaches are themselves a feast for the eyes, with waters and sands to suit all tastes. The northern coast of the island, in Joaquina, hosts international surfing competitions. In October, the city of Blumenau attracts enthusiatic tourists from all over the country and even abroad for the Oktoberfest, a beer festival. Pomerode in Santa Catarina, as well as Gramado and Canela, in Rio Grande do Sul, bear a striking resemblance to Bavaria, with their colonial cafés serving delicious German delicacies. The ruins of São Miguel, close to Santo Angelo, also in the state of Rio Grande do Sul, remind us of the 210 years of the Jesuit Missions presence in Brazil. The strong regional spirit in this state makes for a rich folklore of music and dance coupled with the traditional "churrasco", (barbecue) and the "chimarrão (mate tea).
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